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Das Kulturmagazin des MDR

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Fr, 08.12.2023 | 01:55 - 02:25

Kultur (D 2023)

Jaroslav Rudis "Weihnachten in Prag" – Eine fast wahre Geschichte aus der Goldenen Stadt Jara kommt an Heiligabend mit dem Zug nach Prag. Erinnerungen werden wach: Hier auf dem Hauptbahnhof ging er als Sechsjähriger mal verloren – das war auch zu Weihnachten. Sein Vater wollte ein Bier am Kiosk kaufen, und als er wiederkam, war Jara irgendwo zwischen den Zügen verschwunden – er wollte Lokomotiven gucken. Als der Vater den Jungen dann fand, war das das schönste Weihnachtsgeschenk und ein kleines Wunder dazu. So beginnt die Erzählung "Weihnachten in Prag" von Jaroslav Rudis. Inzwischen ist Jara ein erwachsener Mann, und er kommt an Heiligabend nach Prag, um sich mit Freunden zu treffen und Weihnachten zu feiern. Aber aus unerfindlichen Gründen sind die Freunde nicht erreichbar – niemand geht ans Telefon. Also macht Jara sich auf die "Zoo-Tour". Sie beginnt mit der Straßenbahnlinie 22. "Zoo-Tour" bedeutet, man trinkt in jeder Kneipe, in deren Name ein Tier vorkommt, ein Bier. Und es gibt viele Kneipen mit Tiernamen in Prag... Jaroslav Rudis hat eine magische Weihnachtsgeschichte für Erwachsene geschrieben, illustriert von seinem besten Freund Jaromir 99. Ein bisschen bierselig, ein bisschen verträumt und auf jeden Fall eine Liebeserklärung an Prag. "artour" hat Rudis zu einer Kneipentour durch Prag getroffen. Wie Tina Turner nach Niedertrebra kam: Amateurbands in der DDR Sie waren die Stars zum Anfassen: Wochenende für Wochenende tingelten in der DDR Cover-Bands, Tanz-Combos und Liedermacher im Nebenberuf übers Land, schleppten ihr oft selbstgebautes Equipment in die Säle der Dorfgaststätten oder Kulturhäuser – und ließen es krachen. Fast alle Rockmusiker in der DDR haben einmal so – als "Amateurtanzmusiker" – angefangen. Auch Dirk Michaelis: Der Sänger und Komponist ("Als ich fortging"), gelernter Maurer, fuhr jahrelang jedes Wochenende von Jugendclub zu Jugendclub, um dort aufzutreten: "Durch dieses Hobby hatten wir die Möglichkeit, so ein Stück Freiheit zu spüren. Auch wenn es mit Trabant und Anhänger nur nach Eisenach ging, fühlte es sich an wie ein 'Raus in die Welt'."Er ist einer von fünf Musikern, die in der MDR-Dokumentation "Wie Tina Turner nach Niedertrebra kam – Amateurbands in der DDR", die am 11.12. um 20:15 Uhr gesendet wird, ihre Geschichten erzählen. Das Ballett "Alice im Wunderland" in der Staatsoperette Dresden Es ist ein Klassiker seit über 150 Jahren, der Kinderbuchhit "Alice im Wunderland" des Engländers Lewis Caroll. Die Reise der kleinen Alice durch ein Wunderland mit ihren Freunden dem Hutmacher, der Grinsekatze, der weisen Raupe und dem Kaninchen. Gemeinsam kämpfen sie klug und tapfer gegen die böse Herzkönigin und siegen am Ende im Namen der Weißen Königin. Eine Abenteuergeschichte kreuzt sich mit Märchenerzählung, Irrationalität mit der Sehnsucht nach einer fantastischen Welt. Genauso bunt und hollywoodreif wird "Alice im Wunderland" jetzt in der Staatsoperette Dresden als Ballett umgesetzt. Eine Show mit Steppeinlagen, Breakdance, Artistik und klassischem Tanz und mit der großartigen Orchestermusik des Dresdner Komponisten, des zweifachen Echo-Preisträgers Sven Helbig. Eine der schönsten Produktionen für die ganze Familie in dieser Weihnachtszeit, deren Premiere am 2. Dezember mit Standing Ovations gefeiert wurde. Ist die Musik zu teuer, bleibt der Weihnachtsmarkt stumm Weihnachtsmärkte im Widerstand? Schwer vorstellbar, aber 2023 Realität in Deutschland. Bundesweit haben sich Weihnachtsmärkte zusammengeschlossen, um gegen horrende Gebührenbescheide der GEMA, der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, zu protestieren. Von "Weihnachtsmarktwucher" ist die Rede, vom "Gebührenhammer" und von bis zu 1000 Prozent Preisanstieg. Gezahlt werden muss überall, wo Weihnachtsmusik öffentlich erklingt und zu kommerziellen Zwecken eingesetzt wird. Die GEMA vertritt die Rechte von Musikern, Komponisten und Textern, sie alle wollen für die Aufführung ihre Werke entlohnt werden. Zu Recht, heißt es bei den Weihnachtsmärkten, aber nicht in dieser Höhe. Sie drohen jetzt damit, den Lautstärkeregler auf Null zu drehen, es geht auch ohne Musik, das Gespenst der Stille geht um. Sogar eine Petition wurde aufgesetzt, ihr Titel "Kultur in Gefahr", unterschrieben von Weihnachtsmarktbetreibern in Dresden, Magdeburg, Leipzig, Chemnitz und Erfurt. Sie befürchten langfristig verheerende Folgen, die Kommunen können die Mehrkosten nicht kompensieren. Die Gefahr bestehe, dass auch andere Stadtfeste und Märkte künftig nicht mehr stattfinden. Die Folge wäre eine Ausdünnung von Kulturangeboten, besonders im ländlichen Raum. Die GEMA weist die Vorwürfe zurück, man habe lediglich die Gebührenordnung korrekt angewendet. Weihnachtsmärkte würden seit Jahren wachsen, hätten aber stets viel zu kleine Flächen angemeldet. Dies sei jetzt korrigiert worden. "artour" ist vor Ort bei der Protestaktion am "Tag der Stille" auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt und spricht mit Marktleiter Sven Kaestner und GEMA-Direktorin Ursula Goebel über den Showdown am Glühweinstand. Kulturkalender * Buchtipp Martin Smatana:"Good News! – Ein Jahr voller guter Nachrichten"- nach dem ersten ein zweites Geschenkbuch mit 52 echten guten Nachrichten aus aller Welt * Premiere "Die Fledermaus", Staatstheater Meinigen am 8.12. * Musikalische-literarischer Adventskalender, Opernhaus Chemnitz, täglich bis zum 23.12.

Thema
  • Jaroslav Rudis "Weihnachten in Prag" – Eine fast wahre Geschichte aus der Goldenen Stadt.
  • Wie Tina Turner nach Niedertrebra kam: Amateurbands in der DDR.
  • Das Ballett "Alice im Wunderland" in der Staatsoperette Dresden.
  • Ist die Musik zu teuer, bleibt der Weihnachtsmarkt stumm.
  • Kulturkalender: Buchtipp Martin Smatana:"Good News! – Ein Jahr voller guter Nachrichten"- nach dem ersten ein zweites Geschenkbuch mit 52 echten guten Nachrichten aus aller Welt.
  • Kulturkalender: Premiere "Die Fledermaus", Staatstheater Meinigen am 8.12..
  • Kulturkalender: Musikalische-literarischer Adventskalender, Opernhaus Chemnitz, täglich bis zum 23.12..
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