Fabian
Drama (D 1980)
Berlin, um 1930. Fabian arbeitet als Reklametexter für eine Zigarrenfirma und lebt ansonsten unbekümmert in den Tag hinein. Die Nächte verbringt er mit seinem besten Freund Labude in den Kneipen, Clubs und Cafés der Stadt. Fabian lernt die Studentin Cornelia kennen; beide verlieben sich ineinander. Das Glück scheint perfekt. Dann verliert Fabian unerwartet seine Arbeit. Bisher hatte er die Arbeitslosen auf den Straßen von Berlin kaum wahrgenommen, jetzt gehört er selbst dazu. Cornelia bekommt ein großzügiges Angebot von einem Filmproduzenten. Sie verlässt Fabian und macht Karriere. Labude dagegen, bei den Nazis als "Linker" verschrien, nimmt sich das Leben, als man ihm alle Berufschancen zunichte macht. Fabian kehrt zurück in die Kleinstadt, in der er geboren wurde. Die nationalsozialistische Lokalzeitung bietet ihm eine Stelle an, aber Fabian lehnt ab. Bei dem Versuch, ein Kind vor dem Ertrinken zu retten, taucht Fabian – der Nichtschwimmer – buchstäblich unter. "Hans Peter Hallwachs verkörpert nicht nur die von Erich Kästner in seinem Roman "Fabian" entworfene gleichnamige Figur, er ist vielmehr Fabian, ein Mensch aus Fleisch und Blut, ein faszinierender Einzelgänger und somit eine fast zeitlose Figur. Es gibt wohl kaum einen Film, in dem Freud und Leid, äußerliche, aufgesetzte Beschwingtheit und tiefer privater Kummer so eng miteinander verbunden sind und einander dramaturgisch bedingen", resümierte der "Filmbeobachter" 1980 anlässlich des Kinostarts.
- Hans Peter Hallwachs (Fabian)
- Hermann Lause (Labude)
- Silvia Janisch (Cornelia)
- Mijanou van Baarzel (Frau Moll)
- Brigitte Mira (Frau Hohlfeld)
- Ivan Desny (Justizrat Labude)
- Ruth Niehaus (Ruth Reiter)
- Charles Régnier (Erfinder)
- Carola Regnier (Frau Kulp)
- Roswitha Lippert (Frau Selow)
- Helma Seitz (Fabians Mutter)
- Edgar Wenzel (Dr. Moll)
- Herbert Leiser (Wenzkat)
- Cristel Braak (Vera)
- Gunter Berger (Münzer)
- Rainer Hunold (Weckerlein)
- Hans Wyprächtiger (Gehheimrat)
- Engelbert von Nordhausen (Fischer)
- Erich Will (Breitkopf)
- Yanaika Lempers (Bordellmutter)
- Franz Boehm (Wilhelmy)
- Werner Lustig (Communist)
- Hans-Jürgen Schatz (Nazi)
- Andreas Mannkopff (Gastwirt)
- Dieter Kursawe (Kellner)
- Manfred Günther (Kriminalkommissar Donath)
- Helen Hedy (Frau Sommer)
- Bernd Riedel (Junger Plakatkleber)
- Ana Fallscheer (Trikotengel)
- Julie Felix (Sängerin)
- Katja Bienert (Strassennutte)
- Volker Brandt
- Margarethe Kuske (Lizzy)
- Harald Lutz (Conferencier)
- Klaus Münster (Mann vom Arbeitsamt)
- Uwe Paulsen
- Mogens von Gadow
- Wolf Gremm
- Michael Juncker (assistant director)
- Irmi Kelpinski (assistant director)
- FSK 16
