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Re: Truppenabzug – Lassen uns die Amerikaner im Stich?

Re: Truppenabzug – Lassen uns die Amerikaner im Stich?
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Mo, 26.10.2026 | 11:25 - 11:55

Geopolitik (D 2026)

Erst kämpften US-Soldaten gegen Nazi-Deutschland, später blieben sie wegen der Bedrohung durch die Sowjetunion. Derzeit sind noch mehr als 36.000 US-Soldaten in Deutschland stationiert – der zweitgrößte Militärstandort nach Japan außerhalb der USA. In Grafenwöhr in Bayern betreibt die Army den größten Truppenübungsplatz. Trump möchte Tausende US-Soldaten aus der Region abziehen. Das würde schwindende Arbeitsplätze bedeuten. Die Region bangt um ihre Wirtschaftskraft. Gleichzeitig rückt die USA immer mehr von Europa und dessen Verteidigung der Ukraine gegen Russland ab. Captain Andrew Lee ist Controller. Er ist in Wiesbaden geboren. Seine Eltern kamen mit den Truppen nach Deutschland. Im April hat er mit einer deutschen Gewichtsheber-Mannschaft aus Neumarkt regionales Gold gewonnen, als einziger Amerikaner im Team. Lee ist nur ein Beispiel dafür, wie sehr die US-Soldaten und ihre Familien mittlerweile mit der Region verbunden sind. Thorsten Grädler ist Bürgermeister von Vilseck, am südlichen Rande des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr. Hier soll das zweite Kavallerieregiment dauerhaft abrücken, eine komplette Brigade. Als Grädler im Mai 2026 mit der für ihn überraschenden Nachricht vom potenziellen Abzug konfrontiert wird, kommen ihm vor laufender Kamera die Tränen. Eine ganze Region droht abzustürzen. Seither hoffen Grädler und alle in der Region um Grafenwöhr, dass es vielleicht doch nicht dazu kommt.

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