Gewaltfrieden
Drama (D 2010)
"Welche Hand müsste nicht verdorren, die sich und uns in solche Fesseln legt" ruft Ministerpräsident Philipp Scheidemann empört. Mai 1919: Deutschland hat den Krieg verloren, seinen Kaiser gestürzt und die Alliierten stehen einmarschbereit am Rhein. Die "Schmachparagraphen" des Friedensvertrages, die dem deutschen Reich u. a. sämtliche Kriegsschuld, zahlreiche Gebietsabtritte und beispiellose Reparationszahlungen aufbürden, spalten die politischen und militärischen Lager. Die Streitfrage: Angebot annehmen oder kämpfend untergehen? Mit der schließlich am 28. Juni 1919 im Spiegelsaal von Versailles unter den Vertrag gesetzten Unterschrift wird das monatelange Tauziehen beendet. War die Unterzeichnung des Friedensvertrages ein Fehler? Eines zumindest wird im Rückblick deutlich: Der "Gewaltfrieden" von Versailles und dessen Instrumentalisierung trugen bereits den Keim des noch viel grausameren Zweiten Weltkriegs in sich. Basierend auf Originaldokumenten, in der Tradition von "Hitler vor Gericht" und "Der Staat ist für den Menschen da" erzählt Regisseur Bernd Fischerauer in dem zweiteiligen Dokumentarspiel die bewegende Zeit nach dem Ersten Weltkrieg zwischen Waffenstillstandsabkommen und Friedensvertrag. Kieler Matrosenaufstand, Ausrufung der Republik, Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg... 180 Minuten Film, 40 Hauptrollen und 260 Seiten Drehbuch bringen den Zuschauer zurück in die dramatischen Jahre 1918 und 1919.
- Hans Hohlbein (Matthias Erzberger)
- Roland Renner (Harry Graf Kessler)
- Benjamin Kramme (Benno Wöllke)
- Katrin Pollitt (Mutter Wöllke)
- Jürgen Tarrach (Friedrich Ebert)
- Torsten Lennie Münchow (Gustav Noske)
- George Meyer-Goll (Philipp Scheidemann)
- Mathieu Carrière (Ulrich Graf Brockdorff-Rantzau)
- Christian Hoening (Erich Ludendorff)
- Hans-Michael Rehberg (Walther Freiherr von Lüttwitz)
- Alexander Held (Wilhelm Groener)
- Rainer Basedow (Paul von Hindenburg)
- André Röhner (Waldemar Pabst)
- Bruno F. Apitz (Gustav Bauer)
- Stephan Boden (Otto Landsberg)
- Serge Avedikian (Ferdinand Foch)
- Marion Mitterhammer (Tilla Durieux-Cassirer)
- Volker Ranisch (Paul Cassirer)
- Mark-Alexander Solf (Johannes R. Becher)
- Janusz Kocaj (Max Goertz)
- Joseph Konrad Bundschuh (Fritz Gusek)
- Markus Boniberger (George Grosz)
- Benedikt Figel (Wieland Herzfelde)
- Inga R. Kammerer (Paula Erzberger)
- Holger Handtke (Paul Georg Ritter von Berger)
- Gotthard Lange (Emil Barth)
- Thorsten Loeb (Richard Müller)
- Robert Viktor Minich (Kalle Grabowski)
- Uwe Poppe (Karl Liebknecht)
- Adriana Altaras (Rosa Luxemburg)
- MinimalAge 12
Wertung
Wiederholung
So, 27.09.2026 | 23:20 - 00:50