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Die Höhle der Löwen

Die Höhle der Löwen
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Mo, 21.09.2026 | 20:15 - 23:20

Verschiedenes (D 2026)

DEKADOME aus Düsseldorf Anton Vrouzos (35, Düsseldorf) und Marius Ludwig (28, Köln) Angebot: Das Glücksrad entscheidet über das Investmentangebot Löwen: Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Andreas W. Herb Ein verstopfter oder nur noch langsam ablaufender Duschabfluss gehört zu den kleinen, aber nervigen Alltagsproblemen. Genau hier setzen Anton und Marius mit ihrem Produkt DEKADOME an. Ihr Ziel: Verstopfungen nicht erst bekämpfen, wenn das Wasser bereits steht, sondern ihnen präventiv vorbeugen. DEKADOME ist ein kompakter, wiederverwendbarer Abflussreiniger, der direkt in der Dusche griffbereit bleiben kann. Durch kräftige Druckstöße mit Hand oder Fuß sollen Haare, Shampoo- und Seifenreste aus dem Abfluss gelöst und weggespült werden – ohne Chemie und ohne das Hantieren mit einem klassischen Pömpel. Für ihren Auftritt hat das Gründer-Duo aber noch eine ungewöhnliche Idee im Gepäck: Ihr Investmentangebot wird per Glücksrad bestimmt – 15 Prozent für 30.000 Euro, 20 Prozent für 40.000 Euro, 25 Prozent für 50.000 Euro, 30 Prozent für 60.000 Euro. Der Grund für das ungewöhnliche Modell: Noch gibt es keine Umsätze. Mit dem Investment wollen die Gründer zunächst den Proof of Demand erbringen und anschließend belastbare Wirtschaftszahlen liefern. Der Pitch entwickelt sich schnell zu einer Grundsatzdiskussion: Ist DEKADOME tatsächlich eine neue Lösung oder im Kern doch ein Pömpel in neuem Design? Trotz der Diskussion möchten am Ende gleich zwei Löwen einsteigen. Für Anton Vrouzos und Marius Ludwig beginnt damit die vielleicht spannendste Drehung des Abends. Poppy's Eis aus A-Riefensberg Alena Leeb (37) Angebot: 40.000 Euro für 40 Prozent der Firmenanteile Löwen: Judith Williams, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Johannes Kliesch Alena Leeb will Industriezucker den Kampf ansagen – mit einem Eis, das Kinder lieben und Eltern guten Gewissens anbieten können. Poppy's besteht aus Frucht und Gemüse, kommt ohne Industriezucker aus und ist glutenfrei, laktosefrei und vegan. Mit nur 60 Kalorien pro Stück soll der fruchtige Snack eine gesunde Alternative zum klassischen Eis sein. Die Idee entstand aus Alena Leebs Alltag als Mutter von zwei Kindern. Ihre Kinder lieben Eis, doch war der hohe Zuckergehalt ein Problem. "Da gab es einen Endgegner und das war das Eis." Eines Nachts träumte sie schließlich von einer gesunden Eisfabrik. Am nächsten Morgen stand für sie fest: "OK, ich mach das jetzt, ich mach das real." In nur vier Monaten verkaufte sie 10.000 Eis und ist inzwischen unter anderem in Schwimmbädern, Freizeiteinrichtungen und Familienhotels vertreten. Dafür investierte sie 10.000 Euro ihrer eigenen Ersparnisse und zahlte sich bislang selbst kein Gehalt. Besonders emotional wird es, als Alena Leeb vor den Löwen auf ihre eigene Vergangenheit zu sprechen kommt. Vor rund zehn Jahren stand sie gemeinsam mit ihrem Mann vor einer Privatinsolvenz. Ein Buch von Frank Thelen habe ihr damals geholfen, die Situation zu bewältigen. "Ohne dich würde ich heute hier nämlich nicht stehen." Für Frank Thelen ist dieser Moment sichtlich bewegend. Nun will die zweifache Mutter den nächsten Schritt gehen und aus ihrer kleinen Eis-Idee ein großes Unternehmen machen. Dafür braucht sie 40.000 Euro, unter anderem für eine Abfüllanlage und die Tiefkühllogistik. In der "Höhle der Löwen" trifft Alena Leeb auf viel Begeisterung, aber auch auf Zweifel. Schafft sie es, die Löwen nicht nur geschmacklich, sondern auch unternehmerisch zu überzeugen? Penice aus Würzburg Markus Flagner (37) Angebot: 70.000 Euro für 25,1 Prozent der Firmenanteile Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel und Johannes Kliesch "Schluss mit Penisgeruch!", verkündet "Prinz Penis" seine große Mission den überraschten Löwen. Markus Flagner von Penice sorgt für einen der skurrilsten Pitches in der Geschichte der Höhle der Löwen. Seine royale Waffe: ein Intim-Pflegegel, entwickelt gegen unangenehme Gerüche im männlichen Intimbereich. Sein Produkt soll dort ansetzen, wo der Geruch entsteht, statt ihn mit Parfüm zu überdecken. Dabei setzt der Gründer unter anderem auf Zink sowie Rhabarber- und Rettichextrakte. Die Aufmerksamkeit der Löwen hat er sicher – doch kann er die Investoren auch als Geschäftsmann überzeugen? CompactGreens aus Erlangen Max Lauterbach (19), Simon Zitzmann (19), Jonas Frank (19), Nick Werneck (20) und Niklas Gabriel (19) Angebot: 180.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile Löwen: Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel und Frank Thelen Verkehrte Welt in der Höhle: Löwen auf Pitch-Position, Gründer auf die Löwensessel! Max Lauterbach, Simon Zitzmann, Jonas Frank, Nick Werneck und Niklas Gabriel sorgen mit ihrem vollautomatisierten Pflanzsystem CompactGreens für Begeisterung bei den Investoren. So sehr, dass diese kurzerhand ihre Plätze räumen und die fünf Gründer auf den Löwensesseln Platz nehmen lassen. Die Idee der fünf Abiturienten: frische Kräuter, Salate und sogar Tomaten, Chilis und Erdbeeren direkt in den eigenen vier Wänden anbauen – und das ganz ohne grünen Daumen. Die modulare Pflanzenwand arbeitet mit einem Wassertank und einer selbst entwickelten Bewässerungstechnik. Über eine App lassen sich die Pflanzen individuell anlegen, während Licht und Bewässerung automatisch auf ihre Bedürfnisse abgestimmt werden. "Du musst also nur den Wassertank auffüllen, den Rest erledigt die Wall", erklären die Gründer ihren Ansatz. Nach zwei Jahren Entwicklungsarbeit haben die fünf ihr Beta-Testing abgeschlossen und bereits mehr als 170 Kaufanfragen gesammelt. Nun wollen sie den nächsten Schritt gehen: Für 180.000 Euro bieten sie den Löwen 15 Prozent ihrer Anteile an. Von den Löwen gibt es viel Anerkennung. Die Gründer werden für ihren Auftritt, ihre Vorbereitung und ihre Antworten auf die Fragen der Löwen gelobt: "Das ist das, was Deutschland braucht." Doch so viel Begeisterung bedeutet noch lange nicht, dass der Deal sicher ist. Denn neben dem Produkt müssen die fünf auch bei Themen wie Preis, Marge und ihrer ambitionierten Unternehmensbewertung überzeugen. Schreiben die fünf Abiturienten heute ihre eigene DHDL-Erfolgsgeschichte? monobag aus Dortmund Gesa Vieting (42) Angebot: 75.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel und Johannes Kliesch Eine Tasche, die mehr kann: Mit der monobag möchten die Co-Gründerinnen Gesa Vieting und Anja Dürrwang – beide selbst Mütter – Eltern im stressigen Familienalltag mehr Flexibilität verschaffen. Inspiriert von ihrem Sohn Max entwickelte die Juristin und alleinerziehende Mutter Gesa Vieting ein eine Handtasche mit integrierter Tragehilfe. Mit wenigen Handgriffen wird sie zur praktischen Lösung für kurze Wege und all die Momente, in denen kleine Kinder plötzlich nicht mehr weiterlaufen möchten – ob beim Einkaufen, auf Reisen oder im Alltag. Die monobag ist für Kinder bis zu einem Gewicht von maximal 20 Kilogramm geeignet. "Es ist auch dieses Sicherheitsgefühl, das die Tasche vermittelt", erzählt Gesa Vieting im Pitch über ihren Sohn Max, der sich besonders wohlfühlt, sobald er in der Tasche sitzt. Die gemeinsame Geschäftsidee präsentiert sie stellvertretend für das Gründerinnen-Duo allein vor den Löwen. Für den weiteren Aufbau ihres Unternehmens wünschen sich die beiden nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern vor allem einen erfahrenen Sparringspartner. clearBee aus A-Wien Ronald Lilleg-Staudenherz (59) und Naveen Rajan SK (21) Angebot: 300.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Andreas W. Herb Mit clearBee wollen Ronald Lilleg-Staudenherz und sein Co-Founder Naveen Rajan SK eine der lästigsten Hausarbeiten automatisieren. Ihr System kombiniert eine handelsübliche Drohne mit einem speziellen Reinigungsadapter und einer Ladestation. Die Drohne soll Fenster selbstständig anfliegen und reinigen – ganz ohne Leiter und ohne selbst zum Putzlappen greifen zu müssen. Der Adapter wird einfach an der Drohne befestigt. In der Ladestation wird sie geladen, mit Reinigungsmittel versorgt und für den nächsten Einsatz bereitgemacht. Über die autonome Steuerung soll clearBee selbstständig von Fenster zu Fenster fliegen und diese regelmäßig reinigen. Die Idee dahinter: Nicht einmal stark verschmutzte Fenster müssen in einem Durchgang perfekt sauber werden – stattdessen soll die Drohne die Scheiben regelmäßig pflegen, bis sie dauerhaft sauber sind. Für ihre Idee haben sie bereits rund 450.000 Euro investiert und suchen nun 300.000 Euro für zehn Prozent ihres Unternehmens. Doch bei der Präsentation zeigt sich: Zwischen visionärer Idee und funktionierendem Produkt liegt noch ein Stück Entwicklungsarbeit. Können die Gründer die Löwen trotzdem von ihrer fleißigen "Biene" überzeugen?