Pension Schöller
Comedy (D 1997)
Der Großgrundbesitzer Philipp Klapproth kommt zu Besuch aus der Provinz in die Großstadt Berlin und möchte etwas erleben, womit er seine Stammtischbrüder zu Hause in Kyritz an der Knatter beeindrucken kann. Sein sehnlichster Wunsch ist es, einmal die Insassen einer Irrenanstalt hautnah zu erleben, möglichst solche, die sich für den "Kaiser von China" halten oder den "General von Sowieso". Er bittet seinen Neffen Alfred, ihm diesen Herzenswunsch zu erfüllen. Dieser ist zwar sehr bemüht – schließlich winkt als Gegenleistung vom reichen Onkel eine stattliche Geldsumme, die Alfred braucht, um ein kleines Geschäft zu eröffnen – noch aber fehlt ihm die zündende Idee. Mit einer solchen kann hingegen die kesse und pfiffige Franziska aufwarten: In der Pension ihres Vaters, der "Pension Schöller" finden regelmäßig Gesellschaftsabende statt. Warum einen solchen Abend nicht als "Soirée der Verrückten" ausgeben? Gesagt, getan. Tatsächlich befinden sich unter den Pensionsgästen "merkwürdige Leute". Entnervt zieht sich schließlich Onkel Philipp auf sein Landgut zurück. Doch die Geister, die er rief, wird er nun nicht los und um ein Haar selbst reif für die Anstalt. Das rbb Fernsehen sendet "Pension Schöller" in Erinnerung an den beliebten Schauspieler Achim Wolff, der am 7. Juli im Alter von 87 Jahren verstorben ist. Die Rolle des Großgrundbesitzers Philipp Klapproth spielte Wolff in der Inszenierung des Theaters am Kurfürstendamm mehr als 800 Mal. Seine Schauspielkarriere begann der gebürtige Berliner in den 1960er Jahren bei der DEFA und dem Fernsehen der DDR. Hier spielte er zumeist Nebenrollen in DEFA-Filmen wie "Der Fall Gleiwitz" (1961), "Einfach Blumen aufs Dach" (1979) und "Kaskade rückwärts" (1984). Nach der Wende erlangte Wolff in den 1990er Jahren besondere Popularität durch die Rolle des Postangestellten Rudi Reschke in den TV-Erfolgsserien "Salto Postale", "Salto Kommunale" und "Salto Speziale" an der Seite von Wolfgang Stumph. In mehr als 80 Film- und Fernsehproduktionen wirkte Achim Wolff mit. Zudem hatte er Theaterengagements in Berlin, Hamburg, Potsdam und Dresden und war seit mehr als 20 Jahren auch als Regisseur tätig.
- Herbert Köfer (Schöller)
- Winfried Glatzeder (Eugen)
- Achim Wolff (Philipp Klapproth)
- Elisabeth Wiedemann (Josephine Zillertal)
- Friedrich Schoenfelder (Major von Mühlen)
- Madeleine Lierck (Ida)
- Claudia Weiske (Franziska Schöller)
- Julian Scheunemann (Alfred Klapproth)
- Anton Rattinger (Professor Bernhardy)
