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Re: Montenegro – Wild, günstig, korrupt?

Re: Montenegro – Wild, günstig, korrupt?
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Do, 02.07.2026 | 19:40 - 20:15

Country (D 2026)

Montenegro lockt nicht nur mit Naturschönheiten, es ist auch ein Steuerparadies mit Einkommenssteuersätzen zwischen neun und 15 Prozent! Der Deutsche Michael Bader kam erstmals 2005 nach Montenegro – für einen Kurzurlaub. Es gefiel ihm so gut, dass er sich eine Ferienwohnung kaufte. Seit 2009 lebt er ganz in Montenegro und hat sich dort ein Business aufgebaut – mit Ferienwohnungen und der Begleitung von Auswanderern zu Behörden. Einige Deutsche haben Grundstücke illegal erworben, ohne es zu wissen. Nun hoffen sie auf nachträgliche Legalisierung und suchen seinen Rat. Größere Probleme bereiten in Montenegro diverse Großinvestoren – vor allem aus den Emiraten und der Türkei. Sie sicherten sich nach der Unabhängigkeit im Jahr 2006 die schönsten Hot-Spots, meist große Hotelanlagen. Ganz anders: das "wooden village". Marko Mugošas kleines Familienunternehmen verfügt nur über sieben Blockhütten. Es liegt in nächster Nähe zum Skadarsee, einem landschaftlichen Highlight im Hinterland. Seine Frau und sein Bruder unterstützen ihn im Familienbetrieb, seine Mutter kocht im Restaurant. Der Tourismus ist Fluch und Segen zugleich. Die Architektin Zenepa Lipka ist 2014 aus Deutschland heimgekehrt. Sie setzt sich für den Erhalt des Vogelschutzgebietes auf der Saline von Ulcinj ein. "Die atemberaubende Natur ist ein Grund, warum ich zurückgekehrt bin – und ich habe gehofft, von innen heraus etwas ändern zu können." Doch mittlerweile ist sie ernüchtert: "Montenegro ist ein ökologischer Staat, so steht es zwar in der Verfassung, aber das gilt" – so ihre Einschätzung – "nur auf dem Papier!"

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