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Comedy (USA,GB 1983)
Der texanische Konzernchef Happer will in dem schottischen Küstenstädtchen Ferness eine Ölraffinerie errichten. – Melancholische Komödie mit einer Paraderolle für Burt Lancaster. Der erfahrene Jung-Manager McIntyre wird mit den Kaufverhandlungen betraut. Doch das Unternehmen erweist sich schwieriger als erwartet. Die kauzigen Bewohner wollen dem Fremden ihr Land so teuer wie möglich verkaufen. Im Verwaltungshochhaus der "Knox Oil und Gas" in Houston, Texas, fällt eine schwerwiegende Entscheidung: Felix Happer, Boss des Unternehmens, will in dem schottischen Küstenstädtchen Ferness eine neue Raffinerie bauen lassen und die idyllische Bucht zum "petrochemischen Zentrum der westlichen Welt" machen. MacIntyre, wegen seines schottischen Namens für solche Angelegenheiten prädestiniert, und der junge Manager Danny Oldsen sollen vor Ort mit den Einwohnern über den Kauf des Landes verhandeln. Ferness zeigt sich den Neuankömmlingen als fremde Welt voller Wunder und Absonderlichkeiten. Die Einheimischen wissen längst von dem geplanten Projekt und versuchen, ihre Heimat so teuer wie möglich zu verkaufen. Lediglich der alte Ben will seinen Lebensraum nicht gegen Dollars eintauschen. Diese Komplikationen und ein Kometenregen am Himmel über Ferness rufen Felix Happer auf den Plan. Der Firmenchef und Hobby-Astrologe findet eine sehr ungewöhnliche Lösung für die verfahrene Situation. "Denken Sie daran: Sie sind uns sechs Stunden voraus" – mit dieser Ermahnung schickt Happer seinen Unterhändler nach Schottland. Der Ort am Ende der Welt erscheint in Bill Forsyths Film tatsächlich als Nabel der Welt, der den "zivilisierten" Metropolen des Westens in vielerlei Hinsicht voraus ist. Ferness ist für MacIntyre die Vision eines anderen Lebens, ein utopischer Kleinstaat, wo Kooperation, Verständigung und Naturverbundenheit noch möglich sind. Die Konfrontation von alter und neuer Welt ist komisch und tragisch zugleich. Der 1946 geborene schottische Regisseur Bill Forsyth hatte sein Heimatland mit originellen kleinen Komödien auf die europäische Kinolandkarte gesetzt ("That Sinking Feeling", 1979; "Gregory's Girl", 1980), bevor er mit "Housekeeping – Das Auge des Sees" 1987 seinen ebenso sensiblen ersten Hollywoodfilm drehte.
- Burt Lancaster (Happer)
- Peter Riegert (MacIntyre)
- Denis Lawson (Gordon Urquhart)
- Fulton MacKay (Ben)
- Peter Capaldi (Oldsen)
- Norman Chancer (Moritz)
- Rikki Fulton (Geddes)
- Alex Norton (Watt)
- Jenny Seagrove (Marina)
- Jennifer Black (Stella)
- Christopher Rozycki (Victor)
- Gyearbuor Asante (Rev Macpherson)
- John M. Jackson (Calvin Raine)
- Dan Ammerman (Donaldson)
- Tam Dean Burn (Roddy)
- Luke Coulter (Baby)
- Karen Douglas (Mrs Wyatt)
- Kenny Ireland (Skipper)
- Harlan Jordan (Fountain)
- Charles Kearney (Peter)
- Betty Macey (Switchboard Operator)
- David Mowat (Gideon)
- John Poland (Anderson)
- Brian Rowan (Ace Tone)
- Ann Scott-Jones (Linda Fraser)
- Bill Forsyth (written by)
- Bill Forsyth
- Jonathan Benson (first assistant director)
- Matthew Binns (assistant director)
- Melvin Lind (assistant director)
- Joel Tuber (assistant director: U.S.)
- Richard Hawley (second assistant director: second unit)
- FSK 12
